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Großgründlach

G R O ß G R Ü N D L A C H 

Blick zur Laurentiuskirche (1354) in Großgründlach 



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Aus der Geschichte

1021 Am 13. November erfolgte die Ausfertigung einer Urkunde, in der Kaiser Heinrich II. dem von ihm gegründeten Bistum Bamberg den zum Königsgut Aurach gehörigen Reichsforst nebst einigen Orten, darunter auch "Crintilaha", das heutige Großgründlach, überschrieb.
In der ersten Hälfte des Jahrhunderts tauchte erstmals eine Familie "degrindela" auf.

12. Jh. In der zweiten Hälfte ließen die Herren von Gründlach die Burg Gründlach errichten, aus der durch Umbauten das heutige Schloss entstanden ist.

1315 Nachdem das Adelsgeschlecht derer von Gründlach im Mannesstamm ausgestorben war, kam der Besitz über eine Tochter an Gotfried von Hohenlohe-Brauneck. Am 8. Februar 1328 verkaufte Gotfried von Hohenlohe-Brauneck den Besitz mitsamt Rechten an den Burggrafen Friedrich von Nürnberg.
Der Burggraf setzte sich für den Ort ein und bewirkte, dass Kaiser Ludwig von Bayern Gründlach am 22. April 1328 das Stadtrecht verlieh.
Als der Burggraf Friedrich 1332 verstarb, verschenkten seine Söhne das Patronatsrechts mit allen Rechten und Pflichten an den Deutschen Orden zu Nürnberg.
Großgründlach von Westen, links vorn die Obermühle, um 1750
Die Gräfin Kunigunde, die alles gekauft hatte, stiftete 1338 Gründlach einem Zisterzienserkloster, dem sie den Ort und die Burg vermachte.
Dieses zunächst reichsunmittelbare Kloster hatte seinen Sitz in der Burg Gründlach und begab sich 1370 in den Schutz der Stadt Nürnberg.

1525 wurde das Kloster nach Einführung der Reformation aufgelöst und ging in den Besitz der Stadt Nürnberg. Während des Zweiten Markgrafenkrieges wurde die Burg in Brand gesteckt und der Ort niedergebrannt. Im Dreißigjährigen Krieg plünderte und brandschatzten die Kaiserlichen Truppen 1623 und 1626 den Ort.
Am 7. August 1634 brannten Kurbayerische den Ort nieder und legten Feuer an Schloss und Kirche. Aber der Aufbauwille der Gründlacher war ungebrochen und setzte bald nach dem Krieg ein neuer Aufschwung ein.

1685-90 ließ der damalige Schlossherr Carl Sebastian Pfinzing das Schloss in der heutigen Form auf den Fundamenten und Mauern des alten Schlosses wieder aufbauen.
Nach dem Tod von Johann Sigmund Pfinzing, ging der Besitz an seinen Schwager Johann Sigmund Haller von Hallerstein über, dessen Familie heute noch im Besitz des Schlosses ist.
In den politischen Wirren des folgenden Jahrhunderte wechselte Gründlach mehrmals die Herrschaft bis schließlich das ganze Gebiet Bayern zufiel. Großgründlach mit den Ortsteilen Reutles und Kleingründlach ist heute Stadtteil von Nürnberg.



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Großgründlach von Westen, links vorn die Obermühle 



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